Ich habe mich nun endlich mal dazu entschlossen meine (leider wenig verbliebenen) Hörspielkassetten aus alten Tagen zu digitalisieren (natürlich die mit der guten Musik... )
Da ich so etwas noch nie gemacht habe wollte ich mal in die Runde fragen, ob ihr Tipps und Tricks habt wie man das am besten macht. Also z.B. welche Software habt ihr genutzt, was für eine Tapedeck, Dolby ja/nein etc. (ich habe übrigens einen Mac mit OS X und Windoof). Ich glaube, hier gibt es bestimmt einige Experten!
Ich habe mir mal vor ein, zwei Jahren von Magix das Music Cleaning Lab 2008 Deluxe geholt. Hat irgendwas um die 50,00 Euro gekostet. War ziemlich unkompliziert, idiotensicher und auch für Computerdilletanten wie mich verständlich. Auch die Ergebnisse waren zufriedenstellend. Ich habe jetzt keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Programmen, aber ich fand das Ding echt gut. Hoffe geholfen zu haben.
Für den "Otto-Normalbürger" ist die von Graf Cula geschilderte Methode wahrscheinlich die schnellste,
einfachste und preiswerteste Lösung... aber RICHTIG perfekt und professionell, (und natürlich mit
der Originalmusik von Carsten), wird es wohl nur mit den originalen Master-Bändern von H.K. & A.B.
@Graf: Danke für den Tipp. Für die Auhnahmen am Rechner werde ich Audiacity nehmen (http://216.34.181.153/) Ist Freeware und gibt es für Mac und Win!
@Marcus: Na das wäre natürlich die Ideallösung... Aber bis es soweit ist (wir warten ja nun alle schon etwas ) vertreibe ich mir die Zeit mit meinen "Arbeiten"...
Schöne wäre noch zu wissen, wie ihr mit der Rauschunterdrückung umgeht. Viele raten mir von Dolby ab währen die Aufnahme abgespielt wird. Ich glaube auch, dass es erst ratsam ist zu entrauschen, bis alles auf Platte ist. Habt ihr da Erfahrungswerte?
Zudem würde mich die Hardware interessieren. Was genau benutzt ihr? Hat z.B. jemand Erfahrung mit den Kassettenplayern mit USB anstatt Chinch.
Hab vor 2 jahren meine ddf-kassetten nr. 1-40 (alle vor 1988 gekauft) digitalisiert. als software habe ich nur exact audio copy (EAC) benutzt.
problematischer war da schon die sache mit dem abspielgerät. mein letztes funktionierendes kassettendeck ist in einer mini-stereoanlage und klangtechnisch nicht gerade ne wucht. allerdings mit aux-ausgang und daher gut geeignet.
hab das ganze dann nur noch mit dem micro-eingang von meinem laptop verbunden und dann mit der wav-aufnahme-funktion von eac mitgeschnitten. eine sehr zeitaufreibende sache, da das ganze ja nur in echtzeit geht.
dannach hab ich den anfang, die mitte und das ende mit fade in bzw. out sauber bearbeitet und die aufnahme mit der cue sheet funktion in 7-8 kapiteln unterteilt. auch das ist wieder sehr zeitaufwendig, da man hierzu die komplette aufnahme anhören muß, um auch sinnvolle stellen dafür zu finden. gleichzeitig kann man aber dabei gleich probe hören, ob die aufnahme auch fehlerfrei ist.
wenn das alles erledigt ist, brauch man das ganze nur noch in mp3 wandeln und fertig ist der hörgenuß!
auf rauschunterdrückung hab ich nicht geachtet, finde aber, daß die aufnahmen ganz gut geworden sind. ein bisschen rauschen macht die sache auch authentisch;-) hab bei einer folge sogar mal nen "eiernden" Alfred. H. drin. spätestens bei der folge glaubt man, man höre tatsächlich eine kassette auf nem original walkman von 1984 an;-))
noch ein paar tipps:
am anfang ein paar probeaufnahmen machen, dabei testen, welcher lautstärkenpegel angemessen ist. den bass nicht zu hoch einstellen, sonst wirds sehr schnell brummig.
je nach leistungsfähigkeit eures rechners alle hintergrund programme abschalten und nicht damit surfen oder so. sonst kann es nämlich sein, daß eure aufnahme nicht richtig funktioniert und "hängenbleibt". dann fehlen immer wieder wortfetzen. sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, wieviel zeit das kosten kann.
insgesamt hab ich ca. 2-3h pro kassette gebraucht und wahr nach etwa 10 wochen fertig, aber der aufwand hat sich gelohnt.
keine ahnung, ob es einfachere methoden und software gibt, aber da könnt ihr ja noch tipps geben.
ich hab dutzende cassetten mit "plusdeck 2" digitalisiert.
meines erachtens die komfortabelste lösung - und außerdem auch ein feines feature seinen PC mit cassetten zu füttern ...
Habe selbst mal so eine TapeToPC-Geschichte ausprobiert ( per USB ), habe damit allerdings eher schlechte Erfahrungen gemacht.
Am besten ist es, sich für relativ kleines Geld ein schönes älteres HiEnd-Tapedeck ( beispielsweise eBay ) zu krallen und es per Cinch an den Rechner anzuschliessen. Habe erst kürzlich ein schönes Sony-Tapedeck ( 3Kopf, Dolby B/C/S ), fast neuwertig, erstanden. Damit mittlerweile fast 50 Cassetten digitalisiert. Die Qualität ist wirklich klasse, echt lebendiger Sound
Freie Software gibt es en masse, ich verwende beispielsweise die Recorder-Funktion meines AIMP-Players, funktioniert erstklassig.
Geht eigentlich alles sehr einfach und unkompliziert, diese kommerziellen Tape-To-PC-Lösungen halte ich teilweise echt für Geldschneiderei ( und die Qualität der Hardware ist oftmals sehr bescheiden ).
Ich danke euch schonmal für die ganzen tollen Tipps!!!
@Gnaski: Hast du denn Dolby benutzt? Falls ja, welches und wie waren die Auswirkungen? Hast du Hörspiele digitalisiert?
Ich selber habe auch ein TapeDeck von einem Kollegen bekommen... Werde ich auch per Chinch anschließen und los geht's!!! Meine Erfahrungen werde ich dann natürlich auch posten!
@sascha: Habe letztendlich kein Dolby verwendet. Beim "Probehören" wird das Rauschen dadurch zwar unterdrückt, allerdings leidet meiner Meinung nach auch die gesamte Aufnahmequalität darunter ( der Klang wird "dumpfer" ). Ohne Dolby hat man zwar ein wenig Rauschen in der Aufnahme, aber insgesamt wirkt die Qualität wesentlich lebendiger und "satter". Kommt teilweise aber auch auf die Cassette an ( Alter, Zustand usw. ).